Die LightCycler® Instrumente
Die kapillarbasierten LightCycler® Geräte (Bild) von Roche Diagnostics sind extrem schnelle Thermocycler mit der Möglichkeit der Online Fluoreszenz-Detektion. Die Amplifikation einer Nukleinsäure kann während des Laufes beobachtet werden. Das erlaubt die Quantifizierung der Ausgangsmenge, zum Beispiel von mRNA (cDNA) Transkripten, genomischer DNA oder genomische Nukleinsäuren von Pathogenen sowie die Typisierung von Proben mittels einer Schmelzpunktanalyse.
LightCycler® Instrumente 1.2 / 1.5 / 2.0
1. Das LightCycler® Instrument 1.0 besteht aus eine
zylindrischen Kammer, die wie bei einen Fön mit Luft erhitzt wird. Als
Reaktionsgefäße werden dünne Glaskapillaren mit einem Volumen von 20 µl
verwendet, die gemessen an ihrem Volumen eine große Oberfläche haben, so
daß sie schnell die Umgebungstemperatur annehmen.
2. Die
Detektionseinheit besteht aus einer blauen LED (470 nm) und Photozellen,
die auf drei Kanälen F1,2,3 messen (F1 = grün = 515 nm / F2 = rot = 640
nm / F3 = tiefrot = 705 nm) und ist auf dem Boden der Reaktionskammer
angebracht. Die Proben werden nacheinander über die Detektionseinheit
gefahren und gemessen.
Typische Anwendungsbeispiele sind die Mengenbestimmung von Interleukin-Transkripten in der Immunologie, der Nachweis und die Therapiekontrolle anhand von pathologischen mRNAs (z.B. bcr-abl Fusionstranskript in der CML Leukämie) oder die Mengenbestimmung von Krankheitserregern.
Für die Typisierung werden Hybridisierungssonden verwendet. Beispiele für die Typisierung sind die Bestimmung humangenetischer Mutationen, zum Beispiel die für das Faktor V Leiden verantwortliche Punktmutation, oder die Typisierung von Herpesviren (HSV-1/2).
Zum Nachweis einer Nukleinsäure können verschiedene Methoden verwendet werden.
